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Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; Jesaja 9,5 Luther

Der Prophet Jesaja redet hier prophetisch über den kommenden Retter, den Messias.

Ein Kind ist UNS geboren. Gott kam nicht um Gericht über uns zu halten! Gott ist FÜR uns und das Kind, sein Sohn, kam uns aus Liebe zur Welt. Jesus kam als wahrer Mensch (ein Sohn ist uns „geboren“), kam als wahrer Gott. Zwei Kapitel zuvor lesen wir, dass Jesus „Immanuel“ ist, „Gott ist mit uns“.

Er kam um uns mit Gott zu versöhnen und die Möglichkeit zu schenken, in ewiger Beziehung zu Gott leben zu können. Die Namen die wir hier lesen, zeichnen Jesu Charakter und seine Berufung aus. Gottes Namen helfen uns zu verstehen wie Gott ist.

Jesus ist Wunder-Rat:

Dieses Kind ist wunderbar, außergewöhnlich. Er ist immer der Ratgeber, nie der Ratsuchende. Der Messias so ein wunderbarer Ratgeber:

„Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN“; Jesaja 11,2.

Er ist mit aller Weisheit ausgerüstet. „Wie unerschöpflich ist Gottes Reichtum! Wie tief ist seine Weisheit, wie unermesslich sein Wissen! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege! Hat jemals ein Mensch die Gedanken des Herrn ergründet? Ist je einer sein Berater gewesen? Wer hat Gott jemals etwas gegeben, sodass Gott es ihm zurückerstatten müsste? Gott ist es, von dem alles kommt, durch den alles besteht und in dem alles sein Ziel hat. Ihm gebührt die Ehre für immer und ewig. Amen.“ (Römer 11,33-36)

In der Bibel finden wir die besten Ratschläge für unser Leben. Dort ist festgehalten, was Jesus gelehrt hat, dieser „wunderbare Ratgeber“. Er als Wunder-Rat ist derjenige der die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederherstellt. Er selbst, der Ratgeber ist wunderbar, er selbst ist ein einziges Wunder: ganz Mensch und ganz Gott – so geheimnisvoll und wir brauchen ihn zu unserer Rettung!

Jesus ist Gott-Held:

Ein Kapitel später verwendet Jesaja diesen Titel für Gott:

„Ein Rest wird zurückkehren; was übriggeblieben ist von den Nachkommen Jakobs, kehrt um zu dem starken Gott.“ Jesaja 10,21

Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Dieses Kind ist Gott in Person! Jesus führt die Menschen zurück zu ihm, zurück zu Gott. Als starker Gott war er bereit für uns zu sterben und hat am Kreuz den Teufel und den Tod besiegt. Der Auferstandene Jesus bietet allen Menschen die Vergebung der SÜndeng und kann die Beziehung zu Gott wiederherstellen.

Jesus ist Ewig-Vater:

Der Messias ist für uns wie ein Vater. Er versteht uns und bei ihm sind wir geborgen. Er geht mit uns so behutsam und fürsorglich um, wie das ein guter Vater mit seinen Kindern tut. Er wacht über uns, er beschützt uns, er versorgt uns mit allem, was wir brauchen, jeden Tag neu. Und das tut er nicht nur hier auf der Erde, sondern auch nach diesem Leben, in alle Ewigkeit. Denn er ist ein „ewiger Vater“; seine Vaterschaft wird nie ein Ende haben. Auch im Himmel in der Ewigkeit nicht.

Jesus verdanken wir unser neues Leben. Und dieses neue Leben ist das ewige Leben.

Jesus ist Friede-Fürst:

Hier wird das Ziel, wozu Jesus auf die Erde kam, zur Sprache gebracht: Es geht um Frieden. Solange diese Welt besteht, hoffen die Menschen auf Frieden. Ununterbrochen wird irgendwo Krieg geführt, ist Unfrieden in zwischenmenschlichen Beziehungen. Jesus ist gekommen um, Frieden zu bringen. Sein Reich wird ein Friedensreich sein, das alle Völker umschließt; er ist der „Gott des Friedens“ (Römer 16,20). Doch zuerst geht es um Frieden zwischen Mensch und Gott. Das ist die Urbeziehung, und die ist am tiefsten gestört. Solange die nicht geheilt ist, wird auch kein dauerhafter Frieden unter uns Menschen entstehen. Jesus hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diesen Frieden wiederherzustellen. Durch seinen stellvertretenden Tod hat er das Fundament dafür gelegt.

Wer an Jesus glaubt, wer sein Leben Jesus anvertraut, der bekommt Frieden mit Gott.

 „Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt worden sind, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.“ (Römer 5,1)

Die Engel verkündeten in der Weihnachtsnacht: „Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Frieden auf der Erde für die Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht.“ (Lukas 2,14).

Jesus selbst hat zu seinen Jüngern gesagt: „Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann.“ (Johannes 14,27). Und Paulus formuliert wunderbar prägnant: „Christus selbst ist unser Frieden“ (Epheser 2,14.17).

Und wie passen die Namen zu dem Baby in der Krippe? In dem anscheinend gewöhnlichen hilflosen Baby liegt Gott selbst, Gottes Sohn in der Krippe und ist einer von uns. Das Baby ist auch erst einmal von Hilfe abhängig und wird uns ein Ratgeber werden, der selbst der Weg zum Vater ist. Jesus ist uns Menschen zugewandt und ein starker Gott, der uns mit Gott versöhnt; hier hat er den Frieden gestiftet, den nur er uns geben kann und eines Tages wird er eine neue Welt schaffen, in der es kein Krieg, kein Tod, kein Schmerz mehr gibt und in dem die Schöpfung, auch wir Menschen, versöhnt mit Gott leben.

Das größte Geschenk hat uns Gott gemacht, indem er uns das Geschenk der Sündenvergebung anbietet und uns das Geschenk der Gotteskindschaft gemacht hat.


Wenn du heute zum Gottesdienst der Christlichen Missionsgemeinde gehst, tue dir einen Gefallen und höre die Audio nicht vor dem Gottesdienst an! :)




Christliche Missionsgemeinde
Diepholz